Silvia Triebel, Töpferin

 
 

Roter Steinzeugton: Erde aus Thüringen

        Seit über zehn Jahren arbeitet Silvia Triebel nun schon mit rotem Steinzeugton, der Ton, den sie allen anderen vorzieht. Diese Vorliebe könnte ihr als Nostalgie ausgelegt werden - doch dies wäre ein Irrtum. Sie mag ihn nicht, weil er aus ihrer thüringischen Heimat kommt und das erste Material war, mit dem sie gearbeitet hat, sondern auf Grund seiner speziellen Qualitäten. Er lässt sich gut verarbeiten, ist besonders gut zum Drehen geeignet und wird niedriger gebrannt als die in Frankreich übliche Kalksandsteinerde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       Dieser rote Ton hat nicht nur eine angenehme Farbe. Seine Struktur ermöglicht es der Töpferin, sehr feine, dünnwandige Gefäße herzustellen, wie zum Beispiel diese Teetassen und -schalen, oder die dunkelrote Teekanne und jede Art von Geschirr, das elegant aussehen, aber trotzdem äußerst resistent sein soll. Nach dem Brennen bei 1180 Grad ist er völlig wasserundurchlässig.
 
 
 
 
 
       Besonders beliebt ist der Steinzeugton, dessen Farbe erst nach dem Brennen so richtig intensiv wird, für Statuen und Gartendekorationen. Er kann natürlich auch glasiert werden und in den unterschiedlichsten Farben und Mustern erstrahlen, doch im Garten wirkt sein natürliches Dunkelrot besonders schön. Wegen seiner hohen Resistenz setzt man ihn auch oft für Keramik am Bau ein.