Blaue Gefäße
Teegeschirr
Blätter
 

Silvia Triebel, Töpferin

 
 

Silvia Triebel, die Grenzen der Tonerde

        Ton ist für Silvia ein Material, das ihr ganz einfach vertraut ist. Sie fühlt seine Eigenschaften, seine Kraft und seine Möglichkeiten, wie man nur etwas fühlt, mit dem man sich jahrelang mit hingebungsvoller Liebe auseinandergesetzt hat. Sie kennt auch seine Grenzen - doch gerade diese Grenzen sind es, die sie als Herausforderung betrachtet. Ständig testet sie aus, wie weit sie sich noch verschieben lassen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       So dreht sie ihre Schalen und Krüge mit der Sorgfalt und der ruhigen Sicherheit, die sie sich im Laufe der Jahre zu eigen gemacht hat. Und wenn dann alles perfekt ist, schneidet sie das Gefäß - um es danach, scheinbar „blind”, einfach wieder zusammenzudrücken... was auf einen Zuschauer zunächst schockierend wirkt. Doch Silvia Triebel weiß, was sie dem Ton zumuten kann und erschafft auf diese Weise die originellsten Formen. Auch wenn die Technik wie reiner „Zufall” wirkt, so wurde sie doch über Jahre hinweg verfeinert.
 
 
 
 
 
 
       Eine kleiner oder auch größerer Handgriff kann alles verändern - auch wenn es gezielte Handgriffe sind, so grenzt ihre Wirkung doch immer noch an ein Wunder...
 
 
 
       Zu Anfang ihrer Karriere als Töpferin hat sich Silvia Triebel vor allem auf das Drehen konzentriert. Noch heute schaut sie fasziniert auf ihre Hände, die mit wenigen, gezielten Handgriffen die schönsten Formen entstehen lassen. Doch dann begann sie sich mit den Glasuren zu beschäftigen. Ihre Lieblingsfarbe war von Anfang an blau, aber sie erschafft auch weiße und grüne Keramik.