Taos Talata, Malerei und innere Musik

 
 
 
Taos Talata, Kunstmalerin und Philosophin
 
 
 
 
 
 
        Ein jeder, wie Taos Talata schon in ihrer Kindheit feststellte, lebt nach seinem eigenen Rhythmus, lauscht einer eigenen inneren Musik. Die Musik begleitet Taos Talata in ihrem Leben, in ihren schöpferischen Phasen, in ihrer Kunst. Seit ihrer Kindheit fühlte sie, dass die Musik Himmel und Erde verbindet.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Jeder, so Taos Talata, hat ein Recht auf seinen Rhythmus, seine innere Musik. Denn die Musik gehört allen, und sie ist für den Menschen, was für die Welt das Universum ist - eine ewige Suche, aber auch das einzige im Leben, was uns bleibt.
 
 
 
 
 
 
        Das Gemälde „Faden in C” spricht von Musik, aber auch von Sprache. Oder, genauer, von Buchstaben, die zu Sprache werden. Taos Talata integriert in ihre Bilder Zeichen aus dem berberischen Alphabet, die ihren Ursprung im Griechischen, Hebräischen und Persischen haben.
 
 
 
 
 
 
        Diese Buchstaben, die ein Symbol für den weltumfassenden, offenen Geist der Berber darstellen, sind in Felsen gemeißelt, auf Stoffe gemalt und in Erde gebrannt. Sie werden auf Gesichter tätowiert, um die Zugehörigkeit zu einem Stamm anzuzeigen. Als der Islam später das Tätowieren verbot, wurden sie mit Henna aufgetragen.