Taos Talata, Malerei aus der Kabylei

 
 
 
Taos Talata, Malerin der Kabylei und des Mittelmeers
 
 
 
 
 
 
        Frühe Konfrontation mit zwei Kulturen, mit Diversität und ihrem „Aderssein” im Verhältnis zu den Menschen in ihrer Umgebung brachte Taos Talata schon als Kind dazu, gewisse Fragen zu stellen - Fragen, von denen man eigentlich glaubt, dass sie nicht in die Kindheit gehören.
 
 
 
 
 
 
 
        In Anbetracht ihrer Fremdheit und dem Fehlen der europäischen Werte begann es mit „Wer bin ich?” und „Wer hat Recht?” Doch schon bald begriff sie, dass es nicht um Richtig oder Falsch ging, sondern um Frieden, Freiheit und Menschen mit unterschiedlichen Ideen.
 
 
 
 
 
 
 
        Das Gemälde „Goldquadrat” ist ein Ergebnis dieser Fragen, aber auch des Wunsches, die Unterschiede mit Gerechtigkeit, Sanftheit und dem Glauben an den anderen Menschen zu überwinden. In der berberischen Kultur ist das Goldquadrat ein Symbol des Augenblicks und der Ausgeglichenheit. Denn nur, wer den Augenblick in ausgeglichener Stimmung angeht, kann der Zukunft mit Ruhe entgegensehen.
 
 
 
 
 
 
        Als sie verstand, dass sie ein Kind zweier gegensätzlicher Kulturen war, machte Taos Talata die unterschiedlichsten geistigen Phasen durch. Sie lernte zunächst, die alten Werte, mit denen sie geboren war, und die neuen, mit denen man sie konfrontierte, gegenüberzustellen, sie zu vergleichen, abzustimmen und, schließlich, sie zu verarbeiten - sich, ohne ihre Persönlichkeit zu verlieren, mit sich selber und ihrer Umwelt zu identifizieren.