Oddbjørg Reinton, Die Arche Noah

 
 
 
 
 
        Arche Noah - oder Noahs Park? Der Traum begann ganz harmlos mit einem Märchenbuch aus Oslo: „Meine Schatzkammer”. Die Illustration in diesem Buch, die der kleinen Oddbjørg Reinton gefiel und die erwachsene nicht mehr los ließ, zeigte Noah mit seiner Arche, unmittelbar nach dem Unwetter. Einige Tiere laufen in die Richtung des Betrachters, als wollten sie nur eins... weg von Noah, raus aus dem Bild.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Mit der Idee der Sünde konnte Oddbjørg Reinton als Kind noch nichts anfangen. Aber die Überschwemmung - und Noah, der die Tiere rettete - haben sie derartig beeindruckt, dass die Kraft des Wassers dann später ganz natürlich in ihre Gemälde eindrang.
 
 
 
 
 
 
 
 
Doch ein Bild, das sie nie mehr verließ, das war die Gruppe von Elefanten, die so enorm glücklich schienen... glücklich, zu leben. Als schließlich ihre eigene Version entstand, waren die Elefanten nicht mehr allein: Bären und Gorillas stiegen mit ihnen aus der Arche, Symbole der großen Kälte und der extremen Hitze.
 
 
 
 
 
 
        Vielleicht wurde die Passion der Künstlerin, sich für das Überleben der Tiere - und für ihr Leben in Ruhe und Glück - einzusetzen, mit diesem Märchenbild geboren. Später wurde ihr klar, dass die heutigen Elefanten, die Nachkommen der von Noah geretteten Tiere, nicht mehr so glücklich leben, wie es das Märchen suggeriert: ihr Lebensraum ist gefährdet, und mit ihm der Lebensraum aller Tiere, in Nord und Süd.
 
 
 
 
 
        „Noahs Park” ist Teil der Serie über Märchen - die gleichzeitig Märchen über die Entstehung von Gemälden erzählt - die Oddbjørg Reinton für das Märchenmuseum in Norwegen erschaffen hat.
 
 
 
 
 
Um das Video über die Entstehung des Gemäldes „Noahs Park” von Oddbjørg Reinton in
seiner ganzen Schönheit zu genießen, stellen Sie bitte den Ton auf volle Lautstärke.