Catherine Pozzo di Borgo, Töpferin

Teeschalen aus Saint-Jean-de-Fos
 

Rote Erde - Kunst kennt keine Grenzen

 
        Ohne Zweifel, die Kunst im Allgemeinen und ganz speziell die Töpferei kennt keine Grenzen. Die rote Erde, die Catherine Pozzo di Borgo für diese zwei Teetassen benutzt hat, wird von Töpfern nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt geschätzt. Die Kombination zwischen roter Erde und Emaille beruht auf einer Inspiration, die aus Japon kommt. Doch Catherine hat sie bei einem Kurs in Griechenland kennengelernt...
 
 
        In Griechenland hat die rote Farbe der Erde eine ganz besondere Bedeutung. Die Töpfer verwendeten sie schon um 500 vor Christus, um ihren Werken einen besonderen Anstrich zu geben. Zu dieser Zeit wurde die Töpferei zum ersten Mal als Kunst angesehen, die Töpfer begannen, ihre Werke zu zeichnen.
 
 

Atelier des Plantades: Technik und Know how

 
        Catherine wurde schon oft gefragt, wie sie die spezielle Form dieser Teetassen erreicht - und ob diese Form nicht sehr schwierig herzustellen ist. Doch für einen wirklichen Künstler scheint nichts schwierig zu sein. Catherine erzählt, dass sie auf ihrer Töpferscheibe zunächst ein ziemlich breites, zylinderförmiges Gefäß gestaltet. Sobald die Erde dann die richtige Form angenommen hat, übt sie mit ihren Fingern eine gezielte Pression aus, wobei ein Finger im Inneren des Zylinders liegt und zwei außerhalb arbeiten. So entstehen dann die Spiralen - eine Technik, die, auch wenn die Künstlerin sie als „einfach” bezeichnet, doch von einem enormen Know how zeugt.