Catherine Pozzo di Borgo, Töpferin

Teekanne aus dem Atelier des Plantades
 

Die Reinheit von verwittertem Feldspat

 
        Für diese beiden Werke hat Catherine Pozzo di Borgo sogenannte „weiße” Tonerde benutzt, die man manchmal auch als Porzellanerde oder auch Pfeifenerde bezeichnet. Der sehr feine Ton zeichnet sich nicht nur dadurch aus, völlig eisenfrei zu sein - er ist auch sehr alt. Eigentlich handelt es sich um verwitterten Feldspat - was die reine, weiße Farbe erklärt.
 
 
        Kaolin, wie die weiße Tonerde in Fachkreisen heißt, wurde zuerst im Nordwesten von China verarbeitet, in Gaoling. Ein französischer Missionar brachte diese Bezeichnung im 18. Jahrhundert nach Europa, wo der chinesische Ortsname „Gaoling” zu „Kaolin” wurde - und schließlich zum Synonym der weißen Tonerde.
 
 

Weiße Tonerde wird zur Farbenpracht

 
        Die Teekanne und die kleine Schale aus dem Atelier des Plantades aus Saint-Jean-de-Fos sind Beispiele dafür, wie ein Künstler mit dem nötigen Know how die verschiedensten Farben hervorzaubern kann. Je nach der Zusammensetzung der weißen Tonerde und der Wahl der Pigmente kann Catherine den Farbton bestimmen. Für die Teekanne hat sie ein seidiges Dunkelbraun gewählt, die dazu passende Schale ist in grün - wobei man im Atelier des Plantades natürlich die verschiedensten Farben findet. Die Emaille der Schale hat noch eine Besonderheit zu bieten: von außen ist sie mit feinen, unregelmäßigen Fasern durchzogen, was ihre Originalität und ihren Charme noch erhöht.