Véronique Marsan

 
 
 
 
 
        Dieser große Teller von einem Durchmesser von 45 cm ist eigentlich dafür gedacht, einfach schön zu sein. Man kann ihn auf eine Anrichte stellen oder auch an die Wand hängen. Aber nach der Philosophie der Künstlerin Véronique Marsan ist Kunst dafür da, gebraucht zu werden. So sieht sie Werke wie diesen Teller natürlich lieber in denr Händen von Kunstliebhabern, die ihn benutzen - vielleicht zu einem besonderen Anlass mit besonderen Gästen, aber auch zur Freude der Familie - zum Beispiel, um Obst oder Kuchen zu servieren.
 
 
 
 
Véronique Marsan: großer Zierteller
 
 
 
 
 
 
 
        Fayence, die Technik, die Véronique Marsan hier angewendet hat, ist die älteste Töpfertechnik der Welt. Sie wurde schon im 9. Jahrhundert erfunden. Im 12. Jahrhundert, zur Zeit der ersten großen Importe aus dem „Land der Mitte”, benutzten die europäischen Töpfer die Fayence, um die glatte Oberfläche und die Feinheit des chinesischen Porzellans oder später auch die zinnlasierte Delfter Keramik zu imitieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
       Der Keramikteller ist ein Beispiel für das, was Véronique Marsan in ihrer bescheidenen Art „ein schönes Stück” oder „echte Kunst” nennt. Das Dekor wurde spontan entworfen, im Augenblick der Entstehung des Tellers. So bleibt jedes Motiv einzigartig - kein Blatt, keine Blume, keine Linie wiederholen sich. Als sie diesen Teller erschuf, gestattete sich die Künstlerin, ihrem Schaffensdrang freien Lauf zu lassen, ohne an die Arbeitszeit oder an Fragen der „Produktivität” zu denken...
 
 
 
 
 
 
       Der Zierteller von Véronique Marsan ist aus roter Fayence, das Dekor wurde direkt auf die Tonerde aufgetragen. Für die Blumen hat sie Pigmente aus Cobalt-Oxid verwendet, die ihnen das schöne, tiefe Dunkelblau verleihen. Die rötlich-braunen Farbtöne wurden durch den Einsatz von Kupfer erreicht, eines der wenigen von Natur aus farbigen Metalle.