Alain Vaissière, Architektur und Traum

 
 
 
 
 
 
        Sein Bild von Aigues-Mortes ist ein großartiges Beispiel für die Technik, die Alain Vaissière anwendet. Zunächst bedient er sich der Fotografie, um die natürliche Schönheit der historischen Stätte abzubilden. Dann setzt er Malerei und graphische Elemente ein, um mit der Digitaltechnik schließlich den ursprünglichen Zustand zur Zeit der Gründung der Hafenstadt wiederherzustellen. Seine ganz besondere Arbeit ist in der Lage, uns die Gegenwart und die Vergangenheit, die Schönheit von Traum und Wirklichkeit zu übermitteln.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Alain Vaissière, Technik und Schönheit

 
        In seinen Bildern zum Thema Architektur wird deutlich, wie die von Alain Vaissière entwickelte Technik im Dienste der Schönheit steht. Was ist der Unterschied zwischen Fotografie und Malerei? Die Fotografie lichtet die Wirklichkeit ab, die Malerei den Traum. - In den Werken von Alain Vaissière gehen Wirklichkeit und Traum Hand in Hand und haben den gleichen Stellenwert.
 
 
 
 
Alain Vaissière und die Architektur
 
 
 
 
        Was war zuerst da, die Technik oder das Motiv? Es gab nur wenige Künstler, die ihre Energie und Schaffenskraft beim Anblick der malerischen Orte des Languedoc zügeln konnten. So ist schon allein die Liste der Maler lang - um von der Anzahl der Fotografen gar nicht zu reden - deren Schaffenskraft sich, zum Beispiel, vor den Mauern des mittelalterlichen Aigues-Mortes entfaltete.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Einer von ihnen ist der Impressionist Frédéric Bazille, aber auch der berühmte „Reisende” Alexandre Decamps oder der Pariser Emile René Ménard, der stets in klassische Landschaften verliebt war, konnten nicht umhin, ihre Kunst in den Dienst der Schönheit des Languedoc und seiner Architektur zu stellen. Zu ihnen gehört auch Alain Vaissière, der mit seinen digitalen „Graffifotos”, der Kombination von Fotos, Malerei und Digitaltechnik, bestimmt nicht zu den geringsten in dieser noblen Linie gehört.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Alain Vaissière hat eins gemeinsam mit seinen Vorgängern: wie einst die romantischen Maler, so vermischt auch er Traum und Wirklichkeit. Dans seiner speziellen Technik zeigen seine Bilder der Architektur nichts als Schönheit und Freude an der Schönheit, so ungetrübt von Autos oder anderen modernen Anlagen, wie die Welt zu Bazilles Zeiten noch gewesen sein musste...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Diese Frage nach Traum und Wirklichkeit zieht sich durch Alain Vaissières gesamtes Werk. Er schenkt Farben und Formen das Leben, spielt mit ihnen wie ein Vater mit seinen Kindern und erschafft aus ihnen ein neues Universum. Und doch bleibt seine Basis ein Foto, Zeugin der Realität.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Die fantasievollsten Formen tauchen scheinbar zufällig in seinen Bildern auf. Doch in Wirklichkeit gehorchen sie einer Planung, die das Werk dominiert. Alain Vaissière, der Fantast und, gleichzeitig, Realist, der Künstler und Ingenieur, überlässt nichts der Technik - er benutzt die Technik, um das Bild zu schaffen, das ihm schon bei Beginn seiner Arbeit vor Augen steht.