Jean-Claude Toquebiol: die Herausforderung

Jean-Claude Toquebiol, die Herausforderung des Künstlers
 
 
 
 
 
        Aber der Kunstmaler bleibt immer jung - solange er malen kann. Auch die grüne Farbe ist jung und verspricht die ewige Jugend, zumindest die, die Jean-Claude Toquebiol auf seine Leinwand aufträgt: das Grün der jungen Sprossen, der Keime... die Magie der Pflanzenwelt, die Kraft und Energie verbreitet.
 
 
 
 
 
 
        Grün, so meint Jean-Claude Toquebiol, ist die Farbe, die dem Künstler am meisten zu schaffen macht. Er liebt sie, er hasst sie, sie macht ihm Schwierigkeiten, sie macht ihm Freude. Sie gibt ihm ein gutes Gefühl. Warum hat ausgerechnet die grüne Farbe eine solche Wirkung auf den Maler? - Jean-Claude Toquebiol hat nur eine Antwort: er weiß es nicht, doch er fühlt... er weiß es.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Wie dem auch sei, Jean-Claude Toquebiol wollte sich der Herausforderung stellen - eine Herausforderung, die ihn an einen Don Quichotte denken lässt, der auftaucht, um die Welt der Malerei zu verhöhnen. Vielleicht, so meint der Künstler, ist „Grün” auch nur eine Herausforderung aus seiner Kindheit...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Nach Jean-Claude Toquebiol ist dies die wahre Herausforderung der Malerei - und der gesamten Kunst. Sie soll maßlos konsumiert werden, ohne Bescheidenheit. Wenn der Betrachter in die Farben seiner Bilder eintaucht, sie mit den Augen verschlingt, sich glücklich fühlt... dann ist auch der Künstler glücklich.