Nathalie Sury, Akt-Skulpturen in Bronze

 
Nathalie Sury, Bronze-Statuen: Akt
 
 
 
 
 
        Die Keramikerin Nathalie Sury reagiert wie die meisten Artisten, egal ob sie im Languedoc oder sonst wo auf der Welt zu finden sind: jede ihrer schöpferischen Phasen entspricht einer Periode ihres Lebens. Ihre Kunst lebt im Rhythmus ihrer Begegnungen. So gab es Perioden, in denen sie sich vollständig dem Studium der Völkerkunde hingab, andere, in denen sie sich von Meereswesen faszinieren ließ - und es gab eine Zeit, wo der Akt ihre Kunst dominierte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Die Erschaffung einer Skulptur, das ist, so meint Nathalie Sury, als ob der Künstler den Schleier lüftet und sich aller Welt zeigt, wie er ist. Die Kunst macht es ihm unmöglich, sich zu verstecken...
 
 
 
 
 
 
        ...aber die Arbeit der Keramikerin gleicht auch einem Traum, der dem anderen folgt. In einem solchen Traum eignet sie sich eine Person an, der sie begegnet, wird eins mit ihr, sieht sie in verschiedenen Situationen, verändert sie nach ihrem Bild - um sie dann als Bronzefigur zum Leben zu erwecken.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Ihre Akt-Serie baut Nathalie Sury auf ein Zitat des französischen Dichters André Malraux auf: Wie die Liebe, sagte er einst, ist die Kunst kein Spaß, sondern Leidenschaft. Doch welche Leidenschaft ist größer? Welche nimmt mehr Platz im Leben ein?
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Die hier gezeigten Bronze-Statuen „Der Kuß”, „In sich zurückgezogen” und „Laura” sind zwischen 28 und 35 Zentimeter hoch.