Nathalie Sury, Meereswesen in Bronze

 
Nathalie Sury, Bronzestatuen Meereswesen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Der Weg von der Tonerde zur Bronze war nicht lang und, wenn man die stetige künstlerische Entwicklung von Nathalie Sury betrachtet, so war er quasi unumgänglich. Die Wahl der Patina ihrer Bronzestatuen gehört zu den Aufgaben, die ihr schöpferischer Geist mit Begeisterung angeht, und ihre Faszination für das Wunder der Umwandlung von Stoffen lässt sie die richtigen Entscheidungen treffen - Entscheidungen, die der Schönheit des Materials und der Themen durchaus würdig sind.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Irgendwie haben die 35 bis 40 cm hohen Bronzestatuen aus der Serie der Meereswesen alle etwas mit den eigenen Erlebnissen der Künstlerin zu tun. So dachte Nathalie Sury bei ihrer Arbeit an ihren kleinen Sohn, der ihr oft einen Abzählreim aufsagte, den sie sehr liebte. Er erinnerte sie an das Meer, das in ihrem Leben immer wichtig war: Wenn du am Strand eine wunderbare Muschel findest, halte dein Ohr an sie wie an ein Telefon, und das Meer erzählt dir alle Märchen der Welt, die Papa dir dann erklärt...
 
 
 
 
 
 
        Tatsächlich war der Lebensraum ihrer Wesen, das Meer, für Nathalie Sury fast immer Bestandteil ihres Daseins. Sie verbrachte einen großen Teil ihres Lebens in Neukaledonien, einer Insel umgeben von unendlichem Wasser, das sie zum Träumen brachte und ihre Kreativität anregte. Hier, in geistiger Verbindung mit dem immensen Blau, erfand ihre Phantasie die eleganten Formen, die ihre Hände später in Bronzestatuen verwandelten. Ihre Kunst hauchte Träumen Leben ein.
 
 
 
 
 
 
        Die Idee, eine Serie über Meereswesen zu erschaffen kam Nathalie Sury, als man sie bat, einige Arbeiten für die Internationale Fachmesse für Meerrumpfboote zu entwerfen. Wie bei allen ihren Werken spielt in dieser Serie die faszinierende Schönheit des menschlichen Körpers die Hauptrolle.
 
 
 
 
 
 
 
        Doch es war ihr unmöglich, das Thema Meer und Meeresbewohner zu bearbeiten, ohne an die Meeresschildkröte zu denken - die Künstlerin, die aktive Ökologie betreibt, arbeitet in einem Verein für die Erhaltung der Meeresschildkröten im Mittelmeer.