Nathalie Sury, indische Volksgruppen

Kunst und Völker von Nathalie Sury
 
 
 
 
 
 
 
        Die Begegnung mit Peter Van Ham, einem deutschen Anthropologen, der sich auf die Erforschung indischer Volksgruppen spezialisiert hat, gab dann den endgültigen Ausschlag: Nathalie Sury beschloss, eine Serie in Bronze über die Ethnien von Arunachal Pradesh zu realisieren. Sie wollte abbilden, was sie gesehen hatte, doch auch was sie empfunden hatte. Sie fügte ihre persönliche Interpretation hinzu und verwandelte sie in Kunst.
 
 
 
 

Kleidung und Schmuck ferner Völker

 
 
        Auf ihren Reisen hat Nathalie Sury nicht nur die verschiedensten Menschen kennengelernt, sondern auch die Gewohnheiten, die Kleidung, den Schmuck, die Ideen und die Philosophie von Völkern, von denen man bei uns nur selten spricht. Nach Begegnungen, die sie ihr Leben lang nicht vergessen wird, hat sie in Museen und Archiven nach Dokumenten gesucht und eine Unzahl alter Bilder betrachtet, die ihre Begeisterung für das Fremdartige erweckten - für all die Vorlieben und Leidenschaften, die bei näherem Hinsehen gar nicht fremdartig, sondern einfach nur menschlich sind.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Schönheit, Eleganz und Kunst

 
        Arunachal Pradesh, das „Land der Berge in der Morgenröte”, liegt in Indien, in der Gegend des Himalaya, an der Grenze zu China. Wie so viele Gebiete in der Welt war es stets ein Zankapfel zwischen zwei Nachbarn. Seine Bevölkerung setzt sich aus rund 100 Stämmen zusammen, wovon jedoch nur 25 mehr als 5000 Angehörige zählen.
 
 
 
 
 
 
 
        Etliche der Bronzestatuen waren auf der Ausstellung „Wildes Indien” im „Historisches und Völkerkundemuseum” in Sankt Gallen, Schweiz, zu sehen. Sie faszinieren mit ihrer Liebe zum Detail, ihrer Eleganz und der offensichtlichen Kraft der Künstlerin, die Schönheit dieser Menschen aus einem Volk am anderen Ende der Welt auszudrücken.