Aurélie Ollemann und die Kunst des Leders

 
Aurélie Ollemann, Leder und Taschen
 
 
 
 
 
        Aurélie Ollemann ist Künstlerin. Wie für alle Künstler zählt nicht das finanzielle Ergebnis - nicht einmal die Frage, ob das künstlerische Objekt dem Publikum gefällt. Wichtig ist einzig die Kraft der Aussage, die im Werk steckt, seine Schönheit und Wahrhaftigkeit. Der Künstler verwirklicht sich in seinem Werk und lässt in jedem Stück einen Teil seiner Persönlichkeit. Vor allen anderen Menschen muss es zuerst dem Künstler selbst gefallen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Bei all dem ist Aurélie Ollemann ständig in Kontakt mit ihrem Lieblingsmaterial, dem Leder. Es gibt nichts Schöneres für sie, als es zu riechen, zu spüren, zu bearbeiten, zuzuschneiden, ihm neue Formen zu geben - es zu respektieren und zu lieben. Diese Zuneigung zu ihrem Material, verbunden mit der Freude an der Kreation, gibt ihrer Arbeit einen Anstrich von stetiger Freude.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Für Aurélie Ollemann ist die Herstellung von Lederwaren eine Kunst, die ständig Lust macht, das Beste von sich zu geben. So darf man sich zum Beispiel beim Zerschneiden des Leders nicht irren. Aber wichtiger ist es noch, dem Werk durch die Zusammenfügung der verschiedenen Ledersorten die Harmonie zu verleihen, die dem Charakter des Materials entspricht, die richtigen Farben zu kombinieren und sich für die passenden Accessoires zu entscheiden. Kurz, jede einzelne Tasche ist ein Werk, das der Persönlichkeit der Künstlerin entspringt.
 
 
 
 
 
 
        Wenn Aurélie Ollemann sich an einem entscheidenden Wendepunkt ihres Lebens für die sogenannte Gebrauchskunst entschieden hat, so hat das nichts damit zu tun, dass sich eine Tasche vielleicht leichter (oder auch nicht) verkauft als, zum Beispiel, ein Gemälde. Aurélie Ollemann liebt ihre Werke, und wenn sie eins davon in andere Hände gibt, dann möchte sie, dass es von dem neuen Besitzer ebenso geliebt wird - und nicht nur geliebt: jeden Tag angefasst, „gestreichelt”, gefühlt. Sie möchte keine Kunst machen, die man an die Wand hängt oder in eine Ecke stellt. Ihre Werke sollen ständig präsent sein. Sie sollen gebraucht werden und ihren Besitzer ständig begleiten.
 
 
 
 
 
 
        Vor jedem Kunstwerk steht die Idee. An Ideenmangel leidet Aurélie Ollemann jedenfalls nicht - ständig hat sie den Kopf voller Ideen, sie zeichnet, sie kreiert Prototypen und arbeitet so lange an ihrer Perfektion, bis sie wirklich zufrieden ist.