Günther K., figurative Malerei und Traum

 
Günther K., halb figurative Malerei
 
 
 
 
        Vielleicht liegt es daran, dass Günther K. ständig auf der Suche nach seiner Herkunft ist und sein Unbewusstes nach einer Art geistigen Heimat strebt - einer Heimat, die nur die Kunst ihm bietet - jedenfalls entstehen auf seiner Leinwand automatisch die Formen von Schimären... oder Wunschträumen.
 
 
 
 
 
        In seinen figurativen - oder vielmehr halb figurativen - Phasen, malt Günther K. phantastische Landschaften, die in Direkt seinen Traumbildern entsprungen zu sein scheinen. Durch geschickte Anwendung der Farbnuancen wird der Blick in die Ferne gezogen, vielleicht sehnsüchtig, vielleicht aber auch, um in die Zukunft der Gegenwart zu weisen. Die Gegenwart ist unruhig, doch selten beunruhigend. Die Ferne, dagegen, verspricht oft Ruhe. - Doch Günther K. ist auch Meister einer speziellen Aktmalerei.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Zu Zeiten, als er an der Kunsthochschule von Béziers noch seine Ateliers nach lebendem Modell animierte, folgte er dem impressionistischen, akademischen Stil. Doch heute fügt er seinen Werken eine eigene Note hinzu: das Licht. Seine Figuren strahlen in einer skurrilen Beleuchtung, eingebettet in eine Umwelt, die in vagen Traumfarben erleuchtet. Die Farben richten sich direkt an den Betrachter und erwecken in ihm seit ewig langen Zeiten verborgene Gefühle.