Jacques Grosjean, Szenen am Meer: Die Fischer

 
 
 
 

Szenen aus dem wahren Leben

        Viele der Gemälde von Jacques Grosjean erzählen eine Geschichte. Das Bild der Fischer gehört zu einer großen Serie, die immer wieder ergänzt und erweitert wird. Der Künstler nennt sie seine „Szenen aus dem Leben”. Sie stellt Menschen, aber auch Tiere, dar - Menschen bei ihren alltäglichen Freuden und Aktivitäten, bei der Arbeit, beim Spiel und beim Fest, und Tiere als die stets treuen Begleiter der Menschen.
 
 
 
 
 

Fischer nach dem Sturm...

        Die Geschichte, die das Bild erzählt, spielt sich nicht am Mittelmeer ab, sondern am Ärmelkanal. Es herrscht Ebbe. Im Himmel sieht man noch die letzten Wolken, die jetzt wegziehen - letzte Boten eines Sturms, der zwar keine Schäden angerichtet hat, doch die Fischer längere Zeit über hinderte, ihrem Broterwerb nachzugehen.
 
 
 
 
 

Das Leben auf dem Meer

        Die Hauptdarsteller dieser Szene sind drei Männer: der Kapitän eines Fischerbootes, mit dem Rücken zum Betrachter, und seine beiden Matrosen - Menschen mit rüden Manieren, die das harte Leben auf dem Meer und den Kampf ums Dasein gewöhnt sind. Keiner weiß, worüber sie sprechen, doch ihr Thema kann nicht vergnüglich sein. Ihre Gesichter sind ernst. Vielleicht hat der Sturm die Fischerei für längere Zeit unmöglich gemacht, und sie haben es eilig, ihre Arbeit aufzunehmen... die alltägliche Arbeit, von der sie leben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Wie bei quasi allen seinen Ölbildern verwendete Jacques Grosjean für „Die Fischer” starke, strahlende Farbtöne, die das Ambiente wiedergeben. Der dunkelblaue Himmel nach dem Sturm, in dem die letzten Wolken verschwinden, die gespannte Atmosphäre, die durch verschiedene Nuancen von Blau ausgedrückt wird.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Um diese Geschichte auf seine Leinwand zu bannen, hat Jacques Grosjean eine dunkle Atmosphäre gewählt, die aber im Hintergrund schon aufklart - eine Farbskala von starker Harmonie, die vom Dunkelblau über alle Nuancen bis zum Hellblau und zarten Grau geht. Doch das Bild spricht nicht von Dunkelheit und Verzweiflung: die hellen, warmen Töne der Kleidung zeigen die Hoffnung und die Lebensfreude dieser Menschen, das Leben mit und in der Natur.