Annick Bonnet Dupeyron, Wurzeln der Erde

Annick Bonnet Dupeyron, kunst und Natur
 
 
 
 
 
 
 
        Annick Bonnet Dupeyron hat viel darüber nachgedacht, wie wichtig es sei, einem jungen Menschen seine Wurzeln zu erklären, seinen „Anker” in seinem Leben. Sie präsentiert ihre Arbeiten zu diesem Thema in einer gemischten Technik, Gemälde auf Leinwand, in einem Chassis oder als Tonstatuen auf einem Sockel aus Knochen. Mit einer Lasur aus Ölfarben trug sie mehrere Schichten übereiner auf, wobei sie vor allem mit Rot und Grün spielte. Gleichzeitig benutzte sie Bindfaden, um ein Relief zu schaffen. Mit dieser Technik und diesen Farben drückte sie die Lebenskraft und die unendliche Tiefe des Waldes aus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kunst: Ausdruck des Natürlichen

 
        Als sie eines Tages im Herzen von Guyana auf einer Piroge den Fluss Maroni hinauffuhr, hatte Annick Bonnet Dupeyron eine Art Schlüsselerlebnis. Sie hatte plötzlich das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, so als ob sie unter dem Einfluss von Hexerei stünde. Doch dieser Eindruck dauerte nicht lange. Denn schon bald fühlte sie so etwas wie eine Kraft, die aus dem schwammigen Boden hervorzusteigen schien. Sie spürte den Saft der Erde, die Fruchtbarkeit, die die Seele in höhere Gefilde aufsteigen lässt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Ohne Blut, ohne den Saft der Erde, der die Pflanzen wachsen lässt, ohne Wasser, ist Leben nicht möglich. Dies ist der Leitgedanke, der die Künstlerin während der Erschaffung dieser Serie beherrschte. Dabei arbeitete Annick Bonnet Dupeyron mit diversen Elementen, die zu einer Einheit verschmelzen und, aus der Nähe betrachtet, den Schlüssel zu dem Werk liefern können.