Die Luftblase, von Francine Bassetto - Ölgemälde

 
 
 
 
 

Francine Bassetto, Ölgemälde aus Thailand

 
        Wer sie beobachtet sieht nur eine Frau, die auf einer Bank sitzt und zeichnet, irgendwo in Thailand, zwischen Himmel, Erde und Meer. Sie geht so sehr in ihrer Arbeit auf, dass es scheint, sie habe die Umwelt vergessen. Doch in Wirklichkeit gibt es dort wohl niemanden, der seine Umwelt so stark erlebt wie sie.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ölbilder mit sanften, leuchtenden Farben

        Wieder in Frankreich, nimmt Francine Bassetto die Szenen ihrer Skizzen auf, um daraus Ölbilder zu malen. Doch sie stellt fest, dass ihre bisherige Technik dem Thema nicht gerecht wird. Während ihrer Arbeit in Thailand hat das Gefühl dominiert - ihre klassische Art in Öl zu malen wird jedoch von der Vernunft geleitet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Francine Bassetto fängt also an, sich mit den modernen Techniken der Ölmalerei zu beschäftigen. Ihr Lehrer Joël Monnier, der ihr schon das Zeichnen mit der rechten Gehirnhälfte nahegebracht hatte, führt sie in die Kunst ein, Öl „anders” aufzutragen - sie benutzt dickflüssige Farben, die sie mit dem Messer bearbeiten kann. Auf diese Weise werden ihre Farben leuchtender und wirken gleichzeitig plastischer, weicher und sanfter als mit den herkömmlichen Methoden. Diese Technik dominierte auch Francine Bassettos erste Ausstellung.
 
 
 
Francine Bassetto, Skizzen und Ölgemälde
 
 
 
        Hier in Thailand fertigt Francine Bassetto ihre erste Skizzenreihe mit einer Technik an, die von Betty Edwards verbreitet wurde: zeichnen mit der rechten Gehirnhälfte, sich völlig seinen Emotionen überlassen. Der Stift wird vom Gefühl geführt und nicht von der Vernunft.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Sie zeichnet die Bungalows, von denen jedes seinen eigenen Stil hat, die Pflanzen, eine Schaukel, mit der sich große und kleine Kinder vergnügen, Frauen, denen es Spaß macht, sich vor ihr in Pose zu setzen. Ein Straßenkehrer ist völlig in seine Arbeit vertieft, und eine etwas füllige Frau entspannt sich in einem Liegestuhl. Ihr deutliches Wohlbehagen zieht die Augen der Künstlerin an...
 
 
 
 
 
 
 
 
        Und sofort beginnt Francine Bassetto, sie zu zeichnen. Aber die Frau fühlt sich beobachtet, betrachtet die Künstlerin misstrauisch - bis sie dann schließlich doch die Augen schließt und sich gehen lässt. Ihre lässige Art gefällt der Malerin. Sie erinnert sie an ihre Patin, bei der sie in ihrer frühen Kindheit viel Zeit verbracht hat, und bei der sie sich immer sehr wohl fühlte.