Francine Bassetto, Malerei der Gefühle

 
 
 

Sensibilität der Linienführung

 
        Da hilft es auch nichts, dass ihr Geburtstag auf den „Saint Parfait” fällt, den Schutzheiligen der Perfektion - Francine Bassetto fühlt sich weit weg von allem, was „perfekt” ist. Sie sagt von sich, dass sie unfähig wäre, nach akademischen Regeln zu zeichnen. Dagegen hat sie schon vor Jahren verstanden, dass für sie nur das Gefühl zählt. Und dieses Gefühl drückt sich auch in ihren Zeichnungen aus, in der Sensibilität ihrer Linienführung.
 
 
 
 
 
 
 

Schöne Worte zusammentragen

 
        Auch wenn Francine Bassetto nicht in Montpellier geboren ist, so hat diese Stadt sie doch vor jetzt fast 30 Jahren aufgenommen und ist zu ihrer Heimat geworden. Die Stadt am Mittelmeer symbolisiert für die Künstlerin eine wesentliche Wendung in ihrem Leben, und sie ist dort glücklich. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie das erste Werk einer ganz neuen Serie nach Montpellier gesetzt hat, eine Serie mit dem Titel Rassembler les beaux mots, „Die schönen Worte zusammentragen”.
 
 
 
 
 
 
 

Francine Bassetto, Eine Reise

 
        Die künstlerische Reise, die in Montpellier anfängt und noch durch viele andere Städte führen soll, ist eine Fahrt durch die Welt der Architektur. Doch Francine Bassetto erzählt nicht nur von Steinen, sondern sie zeichnet und malt die mythischen Orte und das Leben, das sich hinter den Mauern abspielt, sichtbar für jeden, sobald er nur Lust hat, hinzugucken.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        So geistert zum Beispiel ein Teufelchen durch das Bild, das 2011 bei einer Arbeit über Fabeltiere geboren wurde. Das sympathische Monster ist sowas wie ein Augenzwinkern, das die Künstlerin an die Leichtigkeit im Leben erinnern soll. Ein Friedensvogel thront über der Stadt und beschützt ihre Einwohner vor negativen Einflüssen. Ein Fisch schwimmt durch die Stadt, glücklich wie „ein Fisch im Wasser”, während ein Besen Worte über schöne Gefühle, menschliche Werte, Liebe und Gemeinschaft zusammenkehrt.