Dominique Timsit, Archäologie und Keramik

 
 
 

Keramik und die Liebe zur Schönheit

       Dominique Timsit ist eine so vielseitige Frau, dass es schwer ist, einen „Anfang” in ihrem Leben zu definieren. Doch eines haben alle ihre Interessen gemein: sie zeigen, dass sie alles liebt, was schön ist - gleichgültig ob alt oder neu, aus der Antike oder von einem zeitgenössischen Künstler. Und was sie liebt an dieser Schönheit, das ist vor allem die Perfektion.
 
Der Antike nachgefühlte Teeschalen
 
 
 

Begegnung mit der Keramik

       Dominique Timsit lebte damals in einem Dorf namens Beauceron - ein Name, der symbolträchtig für ihr Leben werden sollte, denn beau auf Französisch bedeutet „schön”. Dort begegnete sie der Schönheit der Keramik.
 
 
 
 
       Beauceron liegt, wie Dominique Timsit es gerne ausdrückt, „im Schatten” der Kathedrale von Chartres. Vielleicht war es diese Umgebung, die sie zwischen der Kunst und der Archäologie zögern liess. Aber das war nicht alles - sie liebte auch noch die Poesie und spielte auf dem Klavier Klassik und Jazz. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte es einen Beruf gegeben, wo sie alle diese Talente gleichzeitig ausüben könnte: sie wäre eine Archäologin geworden, die Keramik, Poesie und jede Art von Musik erschaffen hätte...
 
 
 
 
 
 
 
 
       Vielleicht könnte man sagen, dass alles in Algerien begann, wo Dominique Timsit im Jahre 1971 geboren wurde. Doch sie hatte keine Zeit, sich dort umzusehen - unmittelbar nach ihrer Geburt zog es ihre Eltern nach Frankreich - das Land, das für die junge Frau zum Reich der Künste werden sollte.
 
 
 
 
       Der „Kunst-Virus” infizierte sie sehr früh: schon in den 80er Jahren belegte sie ihren ersten Töpferkurs bei Jacques Laroussinie, einem Künstler, der vor allem mit Sandstein arbeitete und es verstand, ihr die Materie nahe zu bringen.
 
 
Dominique Timsit, Urne aus Soubès

 
 
Teekanne von Dominique Timsit
 
 
        Dominique Timsit entschied sich für ein Studium der Kunstgeschichte, das sie später mit einem Archäologiestudium an der Pariser Sorbonne ergänzte. Keinen wunderte es, dass sie sich dabei auf die Herstellung von prähistorischen Töpfen spezialisierte. Doch zwei Studiengänge genügten ihr nicht: sie machte eine Ausbildung in Keramik und „nebenbei” gleich auch noch in Kalligraphie. Zu dieser Zeit wusste sie noch nicht, dass ihr Lebensweg sie nach Soubès führen sollte.
 
 
 
 
 
        Als Dominique dann alle ihre Diplome hatte, ging es weiter nach Granada in Spanien, wo sie einen Job als Archäologin annahm. Der Job machte ihr Spaß - doch es fehlte etwas... die Kreativität. Schließlich gab sie dem nach, was sie am allermeisten interessierte: mit ihren Händen selbst etwas Schönes zu schaffen. So tat sie sich mit einigen Künstler-Freundinnen in Montpellier zusammen und gründete ihr erstes Atelier...
 
 
 
 
       ...bis sie die Ruhe und Beschaulichkeit eines kleines, mittelalterlichen Dorfes umgeben von quasi unberührten Natur vorzog: sie zog nach Soubès, wo sie ihr neues Atelier gründete...
 

 

Atelier Dominique Timsit

        Dominique Timsit ist nicht nur kreativ, sie empfängt in ihrem Atelier auch Schulklassen, Vertreter von Museen oder Vereinen und, wenn es ihre Zeit erlaubt, organisiert sie Kurse. Sie freut sich über Kunstliebhaber in ihrem Atelier, aber sie hat so viel Arbeit, dass sie Besuch in der Regel nur nach Voranmeldung akzeptieren kann.
 
Dominique Timsit - 34700 Soubès - domi.timsit@free.fr - Tel. 06 60 61 40 89