Véronique Marsan: Formen und Farben

 
 

Kreativität und Liebe zur Tonerde

        Von sich selbst sagt Véronique Marsan, dass sie eigentliche keine Künstlerin ist - doch mit dieser Meinung steht sie allein. Die Töpferin erschafft ihre eigenen Formen, Farben und Dekorationen, sie ist kreativ und liebt den Stoff, den sie berührt - mit dem sie arbeitet.
 
 
 
 
 
 
Becher von Véronique Marsan
Véronique Marsan, Töpferin in Sommière
 
 
 
 
 
        Daran gibt es keinen Zweifel, Véronique Marsan ist eine echte Künstlerin, auch wenn sie, wie sie - als einzige - sagt, „nur” Gebrauchskunst macht: sie fabriziert Schönheit für jeden Tag. Sie findet es traurig, wenn eins ihrer Kunstwerke sein Leben in einer Vitrine verbringen muss. Klar, eine Tasse oder Schale, die man täglich benutzt, kann auch schnell mal kaputt gehen - aber ist es nicht besser, mal ein kleines Risiko einzugehen, anstatt immer nur hässliche Dinge zu verwenden? Ihre Produkte sollen „leben”.
 
 
 
 
 
 

Tun, was einem wirklich gefällt

 
        Auch wenn Véronique Marsan von klein auf in die Töpferei verliebt war, so musste sie doch dreißig Jahre alt werden, bis sie die schönste Art der Kreativität, die sie kannte, endlich zu ihrem Beruf machte. Warum sie sich schließlich entschied? An bestimmten Momenten des Lebens, so meint die Künstlerin, lernt man bestimmte Menschen kennen. Und man erlebt bestimmte Situationen. Und all das führt dazu, dass man sich entschließt, zu tun, was einem wirklich gefällt.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Es ist noch nicht lange her, da war Töpfer ein reiner Männerberuf. In den Familienbetrieben leistete die Frau meist nur Hilfsdienste. Heute hat sich das Bild geändert - in den Schulen für Töpfer findet man oft drei Frauen für einen Mann: Frauen, nach Véronique Marsan, die sich die Möglichkeit geben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und in ihrem Beruf glücklich zu sein.
 
 
 
 
Neues Dekor von Véronique Marsan: Satellit
 
Großer Teller aus der Werkstatt Véronique Marsan
 
 
 
 
        Was sie bei ihrer Arbeit besonders schätzt, das ist die ständige Erneuerung. „Das ist wie in einem Restaurant, erklärt sie, selbst wenn es gut schmeckt, wollen die Gäste doch öfter mal was Neues.” Für die Künstlerin kommt dazu der Spaß, immer neue Farben und Formen zu erfinden, Wege zu gehen, an die sie vorher noch nie dachte. Die Kunst kennt keine Regeln - nur Kreativität.
 
 
 
 
 
 

Véronique Marsan, Töpferin

        Über ihre Werke sagt Véronique Marsan, dass ein Künstler - oder Handwerker, wie sie sich lieber nennt - ehrlich mit seinen Kunden sein muss: wie soll der Kunde sie mögen, wenn man sie selber nicht mag? Auch wenn man oft keine Zeit hat, an das zu denken, was Véronique „echte” Kunst nennt, wenn die Kreativität manchmal an zweite Stelle rutscht, wenn die Produktion für einen Töpfermarkt oder eine Saison schnell fertig werden muss... im Vordergrund bleibt immer die Liebe zu den Werken, die man erschafft.
 
       Véronique Marsan freut sich, die Liebhaber von schöner Töpferkunst in ihrem Laden in Sommières begrüßen zu dürfen und zeigt ihnen gerne ihre neueste Kollektion.
 
Véronique Marsan - 30250 Sommières