Bertrand Mahieu, Musik und alte Meisterwerke

 
 
 
 
Bertrand Mahieu, 19 Jahrhundert und seine Damen
 
 
 
 
 
 
 
 

Bertrand Mahieu: Liebe zu Musik und Kunst

        Bertrand Mahieu liebte die Musik über alles. Doch glücklicherweise war sie nicht seine einzige Liebe. Denn schon mit neun Jahren faszinierte ihn die Ölmalerei, und er lernte ihre Techniken. Während seine Studiums am Konservatorium von Lyon belegt er nebenbei auch Kurse in Kunstgeschichte, die er später mit einem Diplom abschließt. Und in Rouen investiert er einen Teil seines Lohnes als Musiker, um eine Galerie aufzubauen, die junge Künstler fördern und die Kunstwelt um neue Talente bereichern soll. Kunst war seine zweite Welt.
 
 
 
 
Bertrand Mahieu, Kunstmaler, Werke alter Meister
 
 
 
 
 
        Wie viele Menschen erleiden in ihrem Leben bittere Enttäuschungen... Doch nur wenigen gelingt es, sich nach einer traurigen Erfahrung eine großartige neue Karriere aufzubauen. - Bertrand Mahieu ist nur 29 Jahre alt, und schon hat er den Traumjob so mancher Musiker: er spielt die erste Geige in der bekannten Oper von Rouen, in der französischen Normandie. Und dieses Glück sollte 12 Jahre lang andauern.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Doch dann passiert es: er verletzt sich an der Hand, und kein Arzt kann ihm sagen, ob er je wieder spielen kann. Doch er ist starrköpfig und weigert sich, die Hoffnung zu verlieren... fast drei Jahre lang. Dann ist es Zeit für eine Änderung.
 
 
 
 
 
Meisterwerke und Aktmalerei: Bertrand Mahieu
 
 
 
 
        Die Kreation seiner Bilder ist für Bertrand Mahieu wie die Komposition eines Musikstückes. Je nach der Behandlung des Werkes, je nach dem Verschmelzungsgrad zwischen Alt und Neu, nähert er sich der Wurzel, dem Muster. Er verlegt seine Lichter ins Innere des Bildes, wie bei einer Hintergrundbeleuchtung, und seine Melodie - sein Betrachtungswinkel - ändert sich. Wie die Musik von der Interpretation des Künstlers abhängt und sich gleichzeitig mit ihr vereinigt, so verschmelzen im Kunstwerk Alt und Neu zu einer zeitnahen Aussage.
 
 
 
 
 
 
        Als Bertrand Mahieu einsehen musste, dass seine Zeit als Musiker zu Ende ging, stand sein Entschluss fest. Schon früher hatte er sich hin und wieder an die Restaurierung von Gemälden gewagt, später hat er dann die Bilder alter Meister kopiert. Jetzt wollte er selber malen. Und er wusste auch schon, welchen Stil er wählen würde.
 
 
 
 
 
 
        Schon oft hatte Bertrand Mahieu den Eindruck, die Kunstgeschichte sei wie ein großes Buch, das sich langsam schließt. Daraus wuchs die Idee, es wäre vielleicht Zeit, ein Werk zu schaffen, das alle Epochen und alle Fotos dieses Buches vermischt, bevor es endgültig ausgelesen wäre. So begann er, den Prozess der Geschichte - und der Restaurierung - umzudrehen.
 
 
 
 
 
 
        Zuerst wählt Bertrand Mahieu ein altes Gemälde aus, das im Laufe der Zeit schon mehrfach verletzt und quasi zerstört wurde. Darauf kopiert er dann das Werk eines alten Meisters. Doch im Gegensatz zu den sanften Gesten einer Restaurierung kratzt er an dem Werk herum, bis Teile des alten Gemäldes auftauchen - ein Flickwerk, eine Collage, aus altem und neuem Bild entsteht. Die Kopie scheint unter dem ursprünglichen Werk zu liegen, Zwei verschmelzen zu Einem.
 
 
 
Bertrand Mahieu, Kunstmalerei des 19. Jahrhundert
 
 
 
 

Bertrand Mahieu, die Kunst des Alten und des Neuen in der Malerei

        Bertrand Mahieu hat seinen Weg gefunden. Trotz seiner Trauer über die entgangene musikalische Karriere erschafft er Meisterwerke, die in ihrer Originalität ihresgleichen suchen. Er liebt seine Arbeit, und die Malerei ist ihm zum neuen Lebensinhalt geworden. Gern empfängt er Leute in seinem Atelier, die über Kunst und Kunstgeschichte reden möchten und das Schöne zu schätzen wissen. Zögern Sie nicht, ihm zu schreiben.
 
Bertrand Mahieu - 34200 Sète