Brigitte Lecrivain, die Kunst des Kupferstichs

 
 
 
 

Brigitte Lecrivain und der Kupferstich

 
        Wer Brigitte Lecrivain begegnet, versteht, dass sie sich nicht mit einer einzigen Technik zufriedengibt - und, vor allem, warum eine „einfache” Technik für sie von vornhinein ausgeschlossen war. Denn eine so „geringe” Herausforderung wie etwa die Malerei - wo man mit Materialien wie Farben und Leinwand arbeitet, die man einschätzen kann und die niemals Überraschungen zu bieten haben - reicht der Künstlerin nicht aus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Herausforderung der Kupferplatte

 
        Letztendlich sind es die Überraschungen, die Brigitte Lecrivain bei ihrer künstlerischen Arbeit am meisten schätzt. Die chemischen Reaktionen, denen die Zink- oder Kupferplatte ausgesetzt ist, sind niemals vorhersehbar. Häufig ist die Künstlerin nicht gerade zufrieden mit dem Ergebnis dieser Reaktionen, aber manchmal sind sie einfach erstaunlich, bieten etwas ganz Neues oder, wie sie mit einem Lächeln gesteht, gehen weit über ihre eigene Vorstellungskraft hinaus.
 
 
 
 
Brigitte Lecrivain und die Technik des Kupferstichs
 
Kupferstiche in Farbe von Brigitte Lecrivain
 
Brigitte Lecrivain: Wachstropfen im Kupferstich
 
Der Hafen, Kupferstich von Brigitte Lecrivain
 
 
 
        Aber nicht nur die chemischen Reaktionen, sondern auch die Arbeit von Brigitte Lecrivain trägt Überraschungen in sich. Immer wenn sie ein neues Kunstwerk beginnt, hat der Betrachter keine Ahnung, welche Technik sie bei der Bearbeitung ihrer Zink- oder Kupferplatte anwenden wird. Brigitte kann sehr sanft mit ihren Platten umgehen, feine Linien eingravieren, die ein figuratives Bild ergeben - oder ein „Figurativ”, das sie einfach erfindet, und das bisher nur in ihrer künstlerischen Fantasie existiert.
 
 
 
 
 
 
 
        Oder sie bearbeitet die Druckplatte mit all ihrem Temperament und macht sich einen Spaß daraus, die Säure regelrecht in das Kupfer „beißen” zu lassen, wobei manchmal regelrechte Löcher in der Platte entstehen. Doch ein andermal graviert sie so leicht, fast zärtlich, als wolle sie das Metall nicht verletzen. Und was dabei herauskommt ist ein Bild, das liebevoll und sogar ein wenig geheimnisvoll wirkt, als ob sie etwas andeuten wollte, das nur für den aufmerksamen Betrachter bestimmt ist...
 
 
 
 
 
 
 
        Wenn man den Enthusiasmus sieht, mit dem Brigitte Lecrivain an ihre Kunst herangeht, ist es auch nicht verwunderlich, dass sie sogar in Farbe druckt, was als die größte Herausforderung beim Kupferstich gilt... oder, um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken, dass sie sich mit den Farben amüsiert. Es macht ihr Spaß, ihre Auflagen auf maximal 15 Exemplare zu beschränken, und kein Blatt gleicht farblich dem anderen.
 
 
 
 
 
 
        Brigitte Lecrivain mag jede Phase des Kupferstichs. Zum Beispiel, die Reaktion des Papiers, wenn es in Wasser getaucht wird, oder den Anblick der Platte in ihrem Säurebad, sanft gestreichelt von einer Feder, die die Blasen beiseite streicht... All dies strahlt eine große Ruhe aus, die die Künstlerin dazu bringt, innezuhalten und nicht nur die Kunst, sondern auch ihr tägliches Leben mit Geduld anzugehen.
 
 
 
 
 

Brigitte Lecrivain, Künstlerin des Kupferstichs

        Wenige Künstler entwickeln einen solchen Enthusiasmus für ihre Arbeit wie Brigitte Lecrivain. Sie ist glücklich, und ihr ganzes Wesen strahlt dieses Glück aus. Sie lebt in der Natur, in Olmet-et-Villecun, einem kleinen Ort nicht weit von Montpellier entfernt, doch sie arbeitet auch oft in einem zweiten Atelier in der Stadt - und sie hat ihre Kunst. Sie ist begeistert, Liebhabern ihrer Werke und des Kupferstichs ihre Technik zu präsentieren.
 
Brigitte Lecrivain - 34000 Montpellier