Chloë Seguin und die Welt in der Fotografie

 
 
 
Menschen fotografieren: die Blumenfrau
 
 
 

Chloë Seguin: Fotografie mit Rolleiflex

        So begann Chloë Seguin ihre Karriere als Fotografin mit einem der besten Apparate der Welt - die 1929 existierten. Mit der Rolleiflex lernte sie unmittelbar die wichtigste Regel, die den guten Fotografen vom durchschnittlichen unterscheidet: ihr Fotoapparat beschränkte sie auf zwölf Aufnahmen, deshalb musste sie sich angewöhnen, nachzudenken, bevor sie auf den Auslöser drückte. Denn jedes einzelne Foto war wertvoll.
 
 
 
Chloë Seguin, Fotografin in Montpellier
 
 
 
        Welcher Fotograf kann schon von sich sagen, dass er ohne die Fotografie nicht einmal auf die Welt gekommen wäre? - Chloë Seguin stammt aus einer Familie, in der die Fotografie Geschichte macht. Ihre Großeltern waren dieser Kunst schon lange vor dem zweiten Weltkrieg zugetan. Sie besuchten beide die Fotoschule von Paris, wo sie sich kennen und lieben lernten. Später zeugten sie einen Sohn, Choë Seguins Vater...
 
 
 
 
 
 
 
        Als Chloë Seguin dann selbst so weit war, in die Fußstapfen ihrer Großeltern zu treten, fehlte ihr das Wichtigste: ein guter Fotoapparat. Zu dieser Zeit konnte sie sich nur einen kleinen Apparat, eine Automatik, leisten, der für ihr Fotostudium an der Universität von Paris absolut nicht ausreichte. So bat sie ihre Großmutter um Hilfe... und die half, ohne zu zögern: sie lieh ihr ihre Rolleiflex.
 
 
 
 
 
 
Fotos von Männerrücken, von Chloë Seguin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Doch trotz ihrer Erfolge lernt Chloë Seguin stets dazu. Sie studiert die verschiedensten Techniken der Fotografie und der Fotobearbeitung. Mit Photoshop entdeckt sie eine neue Welt: verändern, erfinden, Neues ausdenken, Bilder kombinieren und vereinen. Mit Chloë Seguin wird die Technik der Collage um eine neue Dimension erweitert: das Foto wird zum Gemälde, die Kunst zur Realität.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Das Foto verewigt den Moment

        Fotografieren, das ist für Chloë Seguin nicht einfach auf den Auslöser drücken. Der Fotoapparat nimmt ihre Notizen auf, verewigt Gefühle, Atmosphären, die Zerbrechlichkeit eines Momentes. Ein Film mit abgelaufenem Datum, ein Fleck, der das Foto im Labor verunstaltet, ein Apparat, der versehentlich zu früh geöffnet wurde - Unfälle verwandeln sich in Kreativität. Die Fotografin bildet die Welt ab... Doch manchmal erfindet sie sie auch neu.
 
 
 
 
 
 
 

Der Akt des Fotografierens

        Mit der Rolleiflex musste Chloë Seguin die Welt in ein Quadrat integrieren - oder, vielmehr, in Quadrate zerlegen. Als ob sie die Symmetrie konstruierte und dekonstruierte. Die Fotografin zitiert den Psychologen Serge Tisseron: Der Akt des Fotografierens ist wie eine Geste, die den Raum zerschneidet.
 
 
 
 
 
 
 

Chloë Seguin und die Fotografie

        Ihr erster Job als Archivarin und Ikonographin erlaubt ihr schließlich, eine moderne Minolta zu erstehen. Sie ist nicht länger darauf angewiesen, die Welt in zwölf Aufnahmen und Quadrate zu zerlegen. Doch sie vergisst niemals die Regeln, die sie dank der Rolleiflex gelernt hat. - Am Ende der 80er Jahre findet man die Kunststudentin dann als erfahrene Fotografin und Journalistin wieder. Man trifft sie in Konzerten, sie frequentiert die bekanntesten Musiker.
 
 
 
 
 
 
Der fotografierte Augenblick, Chloë Seguin
 
 

Chloë Seguin in Montpellier: Kreativität und Fotografie

        Chloë Seguin lebt für und mit der Fotografie. Ihre Fotos spiegeln die Welt, wie sie ist, aber auch ihre Gefühle, ihre Menschlichkeit, ihre Freude und ihre Trauer. Sie können melancholisch stimmen, aber auch ein Lächeln auf das Gesicht des Betrachters zaubern. Die Künstlerin fotografiert das Leben - und sie lebt die Kunst... Gerne empfängt Chloë Seguin Kunst- und Fotofreunde in ihrem Atelier, doch sie bittet um vorherige Anmeldung.
 
Chloë Seguin - 34000 Montpellier - Homepage