Sabine Christin, Collagen aus Farbe und Licht

 
 
 

Sabine Christin und das Glück des Sehens

        Für Sabine Christin ist „Sehen” ganz einfach ein Ausdruck von Glück - nicht mehr und, vor allem, nicht weniger. Nur wenige sind in der Lage, die Schönheit von Farbe und Licht so zu schätzen wie sie. Denn es gab eine Zeit, wo sie nichts anderes sah...
 
       Natürlich kann es kein Glück sein, mit schweren Sehstörungen auf die Welt zu kommen. Doch ein Mensch der nie gesehen hat, weiß auch nicht, was er vermisst. Doch wenn er später erhält, was er bisher nicht hatte, dann gibt es kein größeres Geschenk auf der Welt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Collagen: Alles ist Farbe und Licht...

        In ihrer Kindheit lebte Sabine Christin in Paris, zwischen Pont Neuf und Chatelet, mitten im Herzen der Großstadt. Ihr Vater, Pierre Christin, ein bekannter Kunstmaler, hatte sein Atelier im Wohnzimmer der Familie - und das Atelier war Sabines zu Hause. Sie konnte kaum laufen, da durfte sie auch schon mit den Farbstiften, Pinseln und Farben ihres Vaters spielen. Er zeigte ihr, wie man Farben und Formen erschafft und wie ein leerer Raum sich mit Licht und Farben füllen kann.
 
 
 
 
Sabine Christin, Collagen
 
Sabine Christin, Collagen und die Farben des Wassers
 
Sabine Christin und das Licht von Venedig
 
 
 
Die Farben von Griechenland: Collagen Sabine Christin
 
 
 
        Der Sinn für Farben und Licht, den sie so entwickelte, erleuchtete ihre Kindheit, Denn ihr Augenproblem machte es ihr unmöglich, etwas anderes zu erkennen als strahlende Farben und Helligkeit. Dazu kamen die Sommer, die sie mit ihrer Familie am Genfer See verbrachte: sein Glitzern und sein spezielles Ambiente zwischen Wasser und Himmel mit seinen Nuancen von Blau haben ihre Kunst für immer beeinflusst.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Mit 25 wurde Sabine Christin schließlich operiert, und sie entdeckte die Magie des Sehens - eine Magie, die niemand kennt, der nicht einmal auf dieses Glück verzichten musste. Von diesem Tag an hat sie nie aufgehört, zu malen. Sie studierte fünf Jahre lang an der Kunstakademie von Paris, dann erfand sie eine Collagen-Technik, die sie ganz schlicht „Papierkunst” taufte. Im Oktober 2011 eröffnete sie dann ihr Atelier 4 in Montpellier - mit enormem Erfolg...
 
 
 
 
 
 
 
 
        Die Papierkunst von Sabine Christin ist mit keiner anderen Collagen-Technik zu vergleichen. Betritt man ihr Atelier, glaubt man, in eine andere Welt geraten zu sein. Man findet die Künstlerin inmitten von Papierbergen, aus denen sie ihre Bilder komponiert - Seidenpapier, Lokta, Canson oder japanisches Papier, dickes Papier mit leuchtenden Farben oder leichtes Papier mit Blättern wie durchsichtige Schleier - und ihr Anblick allein ist schon wie ein Gemälde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Sabine Christin und ihre Kunst - es gibt keinen besseren Ausdruck der Freude. Für sie hat die Kunst nur diesen einen Sinn: glücklich machen. Sie macht sie selbst glücklich, aber sie ist auch eine leuchtende Glücksbotschaft für den Betrachter. Sie fordert nichts von ihrem Publikum - außer, offen für Glück und Freude zu sein.
 
 
 
 
 
 
 

Sabine Christin, Atelier 4

        Sabine Christin ist glücklich, wenn sie in ihrem Atelier in Montpellier arbeiten kann, allein mit ihren Farben, ihren Formen, den wunderschönen Bildern, die sie in sich trägt, und ihrem Papier. Aber sie strahlt auch, wenn sich jemand über die Schönheit ihrer Werke freut. So begrüßt sie gerne Kunstliebhaber, doch es ist immer besser, sie vorher zu benachrichtigen - schon, um die Schaffensfreude nicht im falschen Moment zu stören.
 
Sabine Christin, Atelier 4 - 34000 Montpellier