Silvia Triebel, Töpferin

Silvia Triebel, die Grenzen des Tons austesten
 
 
 
 
 

Silvia Triebel und die Arbeit mit Ton

       Es war mitten in den Ferien, und es traf sie gänzlich unvorbereitet - plötzlich wusste Silvia Triebel, welcher Tätigkeit - oder vielmehr welcher Materie - sie ihr Leben widmen wollte: der Arbeit mit Ton.
 
 
 
 
 

Töpferin werden und Skulpturen zaubern

       Zu dieser Zeit lebte die deutsche Künstlerin noch nicht in Frankreich. Mit ihrer Freundin hatte sie das französische Gebiet Ardèche besucht, wo ein junger einheimischer Töpfer ihr Ton aus den Grotten schenkte und ihr zeigte, wie man daraus Skulpturen zauberte. Der Kontakt mit dem Ton faszinierte sie so sehr, dass sie beschloss, Töpferin zu werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       Doch zunächst kehrte Silvia Triebel nach Hause zurück, um ihr Studium abzuschließen und - was ihr plötzlich so wichtig erschien - französisch zu lernen... Zurück in ihrer Stadt ließ die neue Idee sie nicht mehr los. In ihrer thüringischen Heimat traf sie einen Töpfer, der ihr den roten Steinzeugton nahebrachte, der so typisch für diese Gegend ist. Noch heute liebt sie diesen Ton, auch wenn sie inzwischen schon mit den verschiedensten Materien gearbeitet hat.
 
 
 
 
 
 
       Aber es zog sie nach Frankreich, ins Languedoc, wo der Künstler aus Ardèche ihr eine Schule für Töpfer gezeigt hatte. Diese Schule wollte sie besuchen, das war jetzt ihr ganzes Streben.
 

 
 
Silvia Triebel, Arbeit mit rotem Steinzeugton
 
 
 
        Die Wanderschaft dauerte drei Jahre. Danach bot man ihr eine Stelle als Lehrerin der Töpferkunst an, und Silvia Triebel entdeckte, welchen Spaß es machte, ihre Kenntnisse an Leute weiterzugeben, die den Ton genauso liebten wie sie. Gleichzeitig eröffnete sie ihre eigene Töpferwerkstatt. - Silvias stärkste Erinnerung, heute, nach all den Jahren, die sie dem Ton gewidmet hat, ist ihre erste Begegnung mit einer Drehscheibe. „In diesem Moment”, erklärt sie, „wusste ich, dass dies meine Berufung und mein Beruf wird.”
 
 
 
 
 
 

Auf den Spuren der Töpferkunst

 
 
        Der Kontakt mit dem jungen Töpfer im Ardèche war für Silvia natürlich nicht die erste Begegnung mit der Kunst. Doch als sie die Töpferei kennenlernte, hatte sie gefunden, was sie eigentlich schon immer suchte... Wenig später war es dann soweit, Silvia Triebel fand eine Lehrstelle bei einem Keramikhersteller in Uzè:s, und einmal die Woche besuchte sie die Schule, von der sie so lange geträumt hatte. Und nach ihrer Lehre ging es schließlich auf Wanderschaft - wie in alten Zeiten, wo Künstler und Handwerker durch die Gegend zogen, um ihre Technik bei den verschiedensten Meistern zu perfektionieren.
 
 
 
 
 
Von der Natur inspiriert: Blätter von Silvia Triebel

 
 

Silvia Triebel, der Traum vom Ton

        Silvia Triebel liebt ihren Beruf wie am ersten Tag. So trifft man sie meistens in ihrer Töpferwerkstatt an, an der Töpferscheibe oder auf der Suche nach neuen Formen und Farben. Wer sie dort besucht, spürt gleich ihren Enthusiasmus und ihre große Liebe zu dem Material, das unter ihren Händen zu leben beginnt. Sie lebt in dem malerischen Ort Lasalle, umgeben von der intensiven Natur der Cevennen.
 
Silvia Triebel - 30460 Lasalle - s.trieby@gmx.de - Tel. +33 - (0)618 46 90 50