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Michèle Mardesic, naive Gemälde auf Glas

 
 
 
 
 

Michèle Mardesic und die slawische Kunst

       Auch wenn Michèle Mardesic ohne den langen Winter in Kanada vielleicht nie angefangen hätte zu malen, so war die Wahl ihres Stils doch kein Zufall. Schon in Frankreich, kurz vor ihrer Abreise, war sie einige Monate lang der künstlerisch tätig, doch zu dieser Zeit war es eher die Malerei auf Porzellan, die sie reizte. Aber einige Jahre zuvor war sie auf einem Flohmarkt auf ein Buch über slawische naive Malerei gestoßen.
 
 
 
 
 
Ohrringe von Martine Savy
 
 
 
 
 
 
 

Naive Glasmalerei aus dem XVI. Jahrhundert

       Denn auch wenn Michèle Mardesic - durch den Krieg von ihrer Familie getrennt - in Frankreich geboren wurde, so trägt sie doch einen kroatischen Namen. Ihre Entdeckung erlaubte ihr nun, in die Kultur ihrer Ahnen einzutauchen. Denn das Buch schilderte eine Technik der naiven Glasmalerei, die aus der Heimat ihrer Familie stammte. Und diese Technik war es, die die Künstlerin in den langen kanadischen Nächten für sich entwickelte.
 
 
 
Die Kirche von Saint-Jean-de-Fos
 
 
        Die Technik besteht eigentlich genau aus dem Gegenteil dessen, was ein Maler normalerweise macht. Man malt auf die Rückseite des Glases, das Motiv erscheint also spiegelverkehrt. Und man beginnt mit den Details, um erst später die Hintergründe zu malen: das Ende wird zum Anfang, der Anfang zum Ende. Der Künstler denkt links, der Betrachter sieht rechts... eine „verkehrte” Welt, die den Blick auf das Leben relativiert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       In diesem Buch fand sie zu ihrem Erstaunen, dass kroatische Künstler weltbekannt waren für ihre Glasmalerei. Diese Entdeckung berührte nicht nur den Kunstsinn in Michèle, sondern erinnerte sie auch an die Herkunft ihrer Vorfahren.
 
 
Zweiseitig tragbare Kette von Martine Savy
 
Zweiseitig tragbare Kette von Martine Savy

 
 

Michèle Mardesic, naive Glasmalerei

        Wie ihre Maltechnik einst einen neuen Blick auf die Kunst eröffnete, so ist auch die Künstlerin Michèle Mardesic offen für alles, was das Leben zu bieten hat. Und sie freut sich auch, neue Menschen kennenzulernen, mit neuen Meinungen und neuen Ideen. Gern empfängt sie Kunstliebhaber in ihrem Atelier in Aniane, um ihnen ihre Werke zu zeigen und über Kunst zu diskutieren. Doch sie bittet um vorherige Anmeldung.
 
Michèle Mardesic - 34150 Aniane - mimidesic@hotmail.com