Pézenas, Kunst und Molière

        Wer in Pézenas von Kunst spricht, denkt sofort an Theater und den berühmtesten Sohn der Stadt: Molière wurde zwar in Paris geboren, doch seine Jahre in Pézenas waren so wichtig für die Entwicklung seines Werkes - und die Leute aus Pézenas sind so stolz auf ihn - dass er schlichtweg zum „Ehrensohn” der Stadt erklärt wurde... und es immer blieb.
 
Pézenas, Kunst und Kultur
 
 
        Doch Kunst heißt in Pézenas durchaus nicht nur Theater. Die Gassen der Altstadt zogen schon immer und ziehen immer noch die bildenden Künstler an. Viele von ihnen arbeiten mit der Losgelassenheit und der Fantasie von echten Kunstschaffenden, aber mit der Technik von Professionellen. Ihr Know-how erlaubt ihnen, mit den Stilen zu spielen...
 
 

Kunst, eine Tradition in Pézenas

        Um ein standesmäßigen Haus zu bauen, waren zur Zeit der Gouverneure die Dienste eines Künstlers nötig. Die Mode verlangte Malereien auf Mauern und Türen, Holzschnitzereien und Stuck auf den Wänden und an der Decke. Dieses Bedürfnis nach Schönheit - und die Fähigkeit, dafür zu bezahlen - zog die besten Künstler und Handwerker Europas nach Pézenas, die damit eine Tradition begründeten, die immer noch aufrecht erhalten wird - die Qualität vieler Kunstwerke, die heute in Pézenas angeboten werden, ist der beste Beweis dafür.
 
Hausmauer in Pézenas
 
 
        Man sagt, es sei nicht sein Gönner Prince de Conti, der Molière in seinen Wanderjahren davon überzeugte, sich in Pézenas festzusetzen, sondern der Sessel eines Baders namens Gély. In diesem Sessel soll Molière seine Tage verbracht, die Leute beobachtet und eine Menge Personen entdeckt haben, deren Profil er später in seinen Werken verarbeitete.