Kunst in Montpellier: leben und leben lassen

       Es ist schon fast überflüssig, zu sagen, dass Montpellier eine für die Kunst extrem offene Stadt ist. Nicht nur, dass die Kunst von „offizieller” Seite stets unterstützt wurde - die Offenheit der Bewohner des Südens die, unter dem Motto „leben und leben lassen”, selbst abstraktes Verhalten mit Wohlwollen betrachten, die Sonne, das Klima und die Nähe des Mittelmeers tragen dazu bei, dass sich ein Künstler wohl fühlt.
 
Die Opéra-Comédie von Montpellier
 
 
 
 

Montpellier und seine „Tempel der Künste”

       Doch inzwischen gibt es auch modernere „Tempel der Künste” in Montpellier. Das Corum, das nach allen Regeln der modernen Technik erbaute Kongresszentrum der Stadt, hat nicht nur Opern- und Konzertsäle mit erstklassiger Akustik, sondern organisiert auch regelmäßig regionale, nationale und internationale Kunstausstellungen. Aber dies ist längst nicht alles...
 
Kunstausstellung im Corum
 
 
 
 

Kunstgalerien, experimentelle Kunst, Fotos, ...

 
       Denn Montpellier hat nicht nur eine Vielzahl von privaten Kunstgalerien, die Stadtverwaltung unterhält auch Ausstellungsräume, die für die Qualität ihrer Werke bekannt sind und sich dadurch auszeichnen, dass der Eintritt stets kostenlos ist: das Kulturzentrum Panacée, das der modernen Kunst gewidmet ist, die Galerie Saint Ravy, wo man oft experimentelle Kunst antrifft, das Pavillon Populaire mit seinen Fotoausstellungen, die ehemalige Kirche Carré Sainte Anne, um hier nur einige wenige Beispiele zu nennen.
 
 
 
 
 

Straßenkunst, Trompe-l'oeil und junge Kunst

Was nicht heißt, dass Kunst in Montpellier von der Verwaltung gesteuert wird. In der Innenstadt trifft man auf die Ergebnisse von immer neuen Straßen-Happenings, Fassaden im Stil Trompe-l'oeil und zahlreiche Kunstgalerien, die privat betrieben werden, oft von einem Zusammenschluss von Künstlern, die oft noch unbekannte Kunst zeigen, deren Qualität jedoch unbestreitbar ist und eine große Zukunft versprechen...
 
 
 
 
 
 
       Jeder Bewohner - und Besucher - von Montpellier kennt den Tempel der schönen Künste, die Opéra Comédie, ein legendäres Gebäude, das ursprünglich aus Holz war, mehrmals abbrannte und in seiner ganzen Pracht wieder aufgebaut wurde - aus Stein. Trotz seines stolzen Alters gilt es immer noch als das bekannteste Opernhaus von Montpellier. In seinem Foyer beherbergt es das Original der Drei Grazien.
 
 
 
Die Statuen von Montpellier
 
 
 
       Doch die Kunst steht in Montpellier auch auf der Straße. Mit der Vielzahl der Statuen, die die Stadt schmücken, könnte man einen ganzen Stadtplan zeichnen. Manche sind klassischen Themen gewidmet - griechische Götter oder heldenhafte Gestalten - andere den berühmten Bewohnern von Montpellier und noch andere dienten oder dienen der Provokation: wie die viel diskutierten Lenin- und Mao-Figuren, Lieblingsprojekte des vermutlich bekanntesten Bürgermeisters der Stadt, George Frêche.
 
 
Die Drei Grazien auf der Comédie
 

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