Saint-Jean-de-Buèges: traditionelles Handwerk

 
        Das Mittelalterfest von Saint-Jean-de-Buèges findet jedes Jahr zu Sommeranfang statt. Wenn hier Schmiede und Töpfer ihre Kunst zeigen, dann geht es nicht nur um Festspaß und Folklore, sondern um echte Tradition. Denn auch wenn heute nur noch wenig Künstler und fast keine Handwerker mehr im Ort leben, so waren doch sie es, die - gemeinsam mit der Landwirtschaft - der Gemeinde zu manchen Zeiten zu einem gewissen Wohlstand verholfen haben.
 
Detail der Statue Der blaue Brunnen
 
 
        Als die Grafen von Cambous das Schloss von Baulx in ihre Obhut nahmen und sorgten, dass aus der stets den Kriegen ausgelieferten Burg endlich ein Schloss wurde, wollten die adligen Herren die besten Handwerker beschäftigen, die sie in der Gegend finden konnten. So wandten sie sich an Saint-Jean-de-Fos, um dort die Keramikarbeiten ausführen zu lassen.
 
 

Das Schloss: Künstler der „zwei Saint-Jean”

        So trägt nicht nur ein Teil der Inneneinrichtung den Stempel der Künstler von Saint-Jean-de-Fos, sondern auch die Keramikrohre und die Spitze des alten Turmes. Mehrere Vereine arbeiten daran, diese Werke in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. - Wir können davon ausgehen, dass die Beziehungen zwischen den zwei Orten damals sehr freundschaftlich waren, und die Künstler und Handwerker sich nicht als Konkurrenten, sondern Kollegen behandelt haben... was heute unter den Künstlern noch immer - oder wieder - der Fall ist.
 
Rundweg um Salasc
 
 
 
        An der Hauptstraße von Saint-Jean-de-Buèges trifft man auf einen Bach, den Garrel, der in die Buèges fließt. Obwohl er im Sommer oft trocken ist, verdankt der Ort ihm doch seine alte Fabrik für die Herstellung von Seide, die wiederum das Kunsthandwerk aufblühen ließ. Die Brücke mit der sagenumwobenen blauen Statue führte zum Eingang der Fabrik.