Künstler in Saint-Jean-de-Fos

        Die Sicherheit, deren sich das mittelalterliche Saint-Jean-de-Fos dank seinen Stadtmauern und der Festung erfreute, gefiel nicht nur der Bourgeoisie. Sie erlaubte auch den Künstlern und Handwerkern, ohne Angst zu arbeiten und ihr Talent frei zu entwickeln.
 
 
Der Töpfermarkt von Saint-Jean-de-Fos
 

Tradition und Moderne der Töpferei

        Die Qualität der Töpferarbeiten aus Saint-Jean-de-Fos war schon im 15. Jh. bekannt. Zu dieser Zeit „exportierten” die Künstler des Ortes ihre Ware in die gesamte Umgebung. Der Stand blüht bis Anfang des 20. Jahrhunderts, wo er langsam seine Bedeutung verliert.
 
        Doch im 21. Jh. findet der Ort zu seiner Bestimmung zurück. Künstler aus der ganzen Welt siedeln sich in seinen Gassen an und stellen den alten Ruf wieder her.
 
 

Das Label „Stadt und Kunsthandwerk”

        Was die Künstler von Saint-Jean-de-Fos schon immer ausgezeichnet hat, das ist ihr Können und ihre Professionalität - was sich auch im 21. Jh. nicht geändert hat. Doch während die Geheimnisse der Töpferarbeit früher von Generation zu Generation weitergegeben wurden, bietet der Ort mit den engen Gassen heute ein internationales Repertoire.
 
       Im Jahre 2013 erhielt er dann das Label, das seinem neuen Status gebührt: Saint-Jean-de-Fos wurde zu einer Ville et Métiers d'Art (Stadt und Kunsthandwerk), und erhielt damit die höchste Einstufung für einen Ort, der quasi vollständig der Kunst gewidmet ist.
 
 
        Im Jahre 2011 wurde in Saint-Jean-de-Fos das Argileum eröffnet, das „Haus der Poterie”, das - mit einer in Frankreich einmaligen Präsentation - die Tradition und die Moderne der Töpferkunst darstellt. Ein Teil besteht aus einer früheren Töpferwerkstatt, mit einem Brennofen, der in die Liste der Monuments historiques eingetragen ist.
 
 

Der Töpfermarkt von Saint-Jean-de-Fos

        Jeden August findet in Saint-Jean-de-Fos der Töpfermarkt statt, eine Art Messe von internationalen Ausmaßen. Hier findet man alle Techniken, vom Traditionellen bis zu den Methoden unseres Jahrhunderts, die in der Töpferkunst benutzt werden. In diesen Tagen wird der kleine, mittelalterliche Ort zur Hauptstadt: Besucher aus aller Welt bevölkern die Straßen, und auf dem Markt herrscht eine Sprachvielfalt vor, die der Vielfalt der Techniken und Talente der Aussteller und der Buntheit der ihrer Werke entspricht.